Montag, 20. Februar 2017

Media Monday #295


Wieder ein Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Sport im Fernsehen ist mir schlichtweg zu langweilig. Ich verstehe einfach nicht so wirklich, wie man sich dafür interessieren kann. Ok, wenn Fußball-EM oder -WM ist, schaue ich mir schon einmal ein Spiel im Freundeskreis an, aber dass ich würde mich nicht stundenlang mit Biathlon oder Skispringen lassen wollen. Meine Frau macht es...gut...ich liege dann meistens mit auf der Couch...und schlafe dabei ein...

2. Meine Vorliebe für Pen & Paper Rollenspiele oder Table Top Spiele teilen im Freundes-/Bekanntenkreis nur die wenigsten, denn/aber die meisten sind mehr die Computerspieler, die mit komplexeren Regeln nichts anfangen können und die anderen sind halt hobbytechnisch schon anderweitig verplant. Aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels, denn mein Freundes- und Bekanntenkreis hat sich letztes Jahr um ein paar vielversprechende Kandidaten erweitert.

3.
Stranger Things muss ich mir unbedingt beizeiten noch einmal ansehen, immerhin ist die Serie a, einfach genial und b, irgendwie muss man ja die Zeit bis Halloween überbrücken...

4. Wenn es ums Binge Watchen geht, muss ich daran denken, wie meine Frau und ich die ersten beiden Staffeln von Vampire Diaries verschlungen haben. Irgendwie sackte es aber dann ganz schön ab. Vielleicht war es einfach dann doch zu viel Vampirtrash auf einmal...

5. FATE Core hatte ich bis vor kurzem überhaupt nichts auf dem Schirm, jetzt allerdings denke ich echt mal darüber nach es zu testen...

6. Wenn in nicht einmal anderthalb Monaten DVB-T Geschichte sein wird, hätte genauso gut in China ein Sack Reis umfallen können.

7. Zuletzt habe ich mir unter anderem Die Insel der Besonderen Kinder gegönnt und das war eine recht notwendige Anschaffung, weil meine Frau den Film noch nicht kannte. Dieser Zustand musste dringend geändert werden.

Montag, 13. Februar 2017

Media Monday #294





Wieder ein Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Film gewordene Theaterstücke haben was für sich. Hier sei vor allem Der Gott des Gemetzels genannt, dessen Verfilmung von Roman Polański mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly einfach großartig. 

2.
Der Verlauft der Transformers-Reihe war mir irgendwann einfach zu - knall hart gesagt - zu bescheuert als das ich Geld für eine Kinokarte von Teil 5 ausgeben sollte. Teil 1 und 2 waren noch ok. Teil 3 hingegen wurde schon echt zäh. Die erste Hälfte war zumeist sinnloses Gequassel und Rumgealber und die zweite Hälfte zog sich einfach unglaublich in die Länge. Und Teil 4 war auch irgendwie nur noch...naja... Die meisten Charaktere sind einfach flach, dumm und vor allem auch nervig. Und vorhersehbar ist das Ganze meistens auch noch. Vielleicht schau ich ihn mir dann wieder im Free-TV an. Reicht mir auch.
Mein Gott del Toro
3. Stolz kann ich behaupten, von Guillermo del Toro so ziemlich alle Filme gesehen zu haben. Kein Wunder, del Toro ist einfach ein großartiger Visionär, der es versteht wunderbare und skurrile Bilderwelten zu erzeugen. Die Nachricht, dass er sich mit Mike Mignola und Ron Perlman zusammen gesetzt und über Hellboy 3 geredet hat, hat mein Herz da schon wieder gewaltig höher springen lassen. Wenn er jetzt noch sein Herzenwerk, H.P.Lovecrafts Die Berge des Wahnsinns durchbekommen könnte, wäre das einfach großartig. Es fehlt mir - von seinen Frühwerken vor Chronos mal abgesehen - eigentlich nur The Devil's Backbone.

Party hard in Shannara...
4. Shannara wäre besser "nur" ein Buch geblieben, denn der Film die Serie sah zwar im Trailer echt gut aus, aber hatte meiner Frau nach den ersten 5 Minuten schon solche Kopfschmerzen bereitet, dass ich gleich abgeschalten musste. Vielleicht haben wir auch etwas zu schnell und zu dramatisch reagiert, aber da wurde eine Jugenderinnerung zerstört.

5. Filme schaue ich mir ja überwiegend im Kino an. Gut, ich habe eine nicht zu verachtende DVD/BluRay-Sammlung zu hause, aber meistens schauen wir - meine Frau und ich - uns abends keine Filme, sondern eher Serien an...oder Topmodel...oder sowas... *hüstel*
Downgrade von der Kettensäge zum Brotmesser - Evil Dead 2013
6. Das Evil Dead-Remake von 2013 schreckt mich allein schon dahingehend, dass man aus einer herrlich abgedrehten Splatterkomödie, die letztendlich nur noch von Army of Darkness getoppt werden konnte, ein extremen Gore-Porn gemacht hat...habe ich zumindest gelesen. Ich hab zwar nichts gegen Splatter und Gore, aber irgendwo sind gewisse Grenzen erreicht. Dies ist auch ein Grund, warum ich z.B. kein Fan der Saw- und aller folgenden Gore-Torture-Porn-Filmen bin. Irgendwie verkrafte ich so extrem harte optische Kost aus rein psychologischen Gründen nicht mehr.
Hard-Core mit Fate-Core
7. Zuletzt habe ich mich abermals an die Regeln von FATE CORE herangetraut und das war ein gewisses Erfolgserlebnis, weil ich sie in der Fate Core Version endlich mal halbwegs verstanden habe, während die Formulierung von Malmsturm einfach nur grausam war und ich echt nur Bahnhof verstanden habe. Hilfreich war auch unter anderem folgendes Video:

Montag, 6. Februar 2017

Media Monday #293


Mir ist grad etwas langweilig (Mittagspause). Daher mache ich heute auch mal mit beim Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Fällt der Begriff "Indie", denke ich immer zuerst an Rollenspiele. Liegt einfach darin, dass ich viele Indie-Rollenspiele habe und gerade im Rollenspielbereich kann man noch recht unabhängig sein. Und oft befinden sich in dieser Szene recht coole Titel, die einfach aus der Masse herausstechen, wie z.B. die Veröffentlichungen von Lamentation of the Flame Princess.


2. Aventurien ist mir schlichtweg zu verkopft, denn...ist halt so. Mir ist gerade nichts anderes eingefallen... Aber es stimmt ja auch... DSA2 rulz!...in dem Kontext zumindest...

3. Prädikat Hassfilm: Schwer. Hab ich jetzt nicht so direkt. Es gibt viele Filme, die eigentlich echt gut sind, aber oft einen Twist in der Story haben, der wie ein Faustschlag in die Eingeweide gedonnert wird und mir ein abermaliges Anschauen vermiesen. Dazu gehören z.B. Die Brücke nach Terabithia oder The Mist.

4. Werden Filme später erneut als Director’s oder Extended Cut veröffentlicht, ist das meistens eine zähe Sache, die zum einen - meiner Meinung nach - nur Geldmacherei ist (Der Hobbit - Extended Cut - Warum? Das war ein Buch! Da waren schon drei Kinofilme eigentlich zu viel!) oder zum anderen vollkommen sinnlos ist. Der Extended Cut von Terminator 2 ist sooo überflüssig wie ein Kropf. Der Film wird nicht wirklich bereichert, sondern einfach nur in die Länge gezogen.

5. Wenn es um Serien geht finde ich es echt KACKE, dass es noch 9 Monate bis zur zweiten Staffel von Stranger Things dauert. Das ist ja wie Kinder kriegen!


6. Der Falter und Der Weber aus dem Bas-Lag Zyklus von China Miéville ist mehr als ungewöhnliche Lektüre, schließlich sprengt Miéville alle Grenzen der Genres und liefert ein grandioses Ideenfeuerwerk ab. Die Nachfolgerbücher sind auch noch ganz gut, aber ich fand einfach dass diese beiden meinen Horizont einfach erweitert haben.

7. Zuletzt habe ich mir für insgesamt 13 € das HeroWars Regelwerk sowie Glorantha auf eBay geholt und das war schon irgendwie ein Schnäppchen, weil die Bücher neue Hardcover sind und normalerweise je 35 € kosten. Ob ich sie jemals irgendwie einsetzen werde weiß ich noch nicht. Aber sie sehen ganz gut aus im Regal...
Aber ich habe jetzt endlich mal ein paar FUDGE-Würfel, wie man sie unter anderem für FATE benötigt. Auch wenn ich FATE seltsam finde, aber die Würfel wollte ich schon immer mal haben.

[Rollenspiel] Low Fantasy Gaming & Mass Effect D6

Ich hau heute mal was kostenloses in die Runde:


Low Fantasy Gaming von Stephen J. Grodzicki ist ein kostenloses Rollenspiel, dass aus der Sword & Sorcery Ecke kommt und sich dabei an OSR- sowie 1d20 OGL-Elementen bedient. Wie der Name schon sagt, unterstützt das Spiel eher "geerdete" Settings mit wenig Magie - die zumeist dann aber auch noch düster und gefährlich rüberkommt. Es gibt nur Menschen als Rassen, die Kämpfe hinterlassen Spuren und die Stufenbeschränkung sorgt dafür, dass gefährliche Monstern auch gefährlich bleiben.

Wer darauf nun Lust hat, kann es sich HIER kostenlos runterladen. Zudem gibt es das ganze noch als Hard- und Softcover bei Lulu.



Mass Effect D6 von Lech (???) hingegen ist ein nicht-offizielles Fan-RPG im beliebten Mass Effect Setting und basiert auf dem klassischen D6 System von West End Games, das vor allem durch das Star Wars D6 RPG eine gewisse Berühmtheit erhalten hat. Mass Effect D6 schlägt in die gleiche Kerbe wie Star Wars D6 und liefert die bekannten Rassen, Waffen, Bionischen Kräfte, Raumschiffe und Gegner wie man sie aus der Computerspielreihe kennt. Dabei ist das Spiel natürlich auch mit anderen D6 Produkten kompatibel und kann somit auch beliebig erweitert werden.
Wer also noch über das Star Wars D6 RPG verfügt könnte hier z.B. ein nettes Settingcrossover veranstalten.

Das PDF für Mass Effect D6 könnt ihr HIER herunterladen.

Mittwoch, 1. Februar 2017

[RPG-Blog-O-Quest] #017 – Rollenspielzubehör


RPG-Blog-O-Quest Februar 2017: Rollenspielzubehör (Link
  1. Welches Rollenspielzubehör hast Du zuletzt gekauft und warum? Pff... So direkt hab ich mir eigentlich nie etwas außer Würfel oder so gekauft. Ich hatte mal einen Plan bei Numenera Karten statt Würfel einzusetzen, doch diesen habe ich erstmal auf Eis gelegt, dass die Beschriftung der Blankokarten nicht soo einfach ist. Stylish sind sie alle mal.
  2. Hast Du schonmal Zubehör gebastelt (Beweisfotos wären toll) und dieses auch eingesetzt? Für Call of Cthulhu hatte ich mal vor Urzeiten eigene Handouts für eigene Abenteuer gebastelt. Allerdings sind die in den ewigen Jagdgründen verschollen. Für HeroQuest - aber das ist ja eigentlich keine Rollenspiel - haben wir (ex-Kumpel/jetzt-Schwager und ich) viele zusätzliche Dungeontiles, Fallen und andere Dinge gebastelt.
  3. Planst Du derzeit weitere Käufe und/oder Basteleien? Zur Zeit nicht direkt.
  4. Hast Du Battlemap-Erfahrungen? Ja, aber das ist schon sehr lange her. Das war noch zu "DSA 2"- und "Werkzeuge des Meisters"-Zeiten. Damals spielten wir auch noch mehr HeroQuest und da verflossen die Grenzen zwischen RPG- und Brettspiel-Dungeonhack noch mehr. Gute, alte Zeit.
  5. Was hälst Du von Token, Miniaturen, TriFolds, Countern. Pöppeln und was bevorzugst Du ggf.? Ich mag Miniaturen - allerdings sind meine auf den Schwerpunkt "Grimdark Warhammer 40k/Inq28/Necromunda" ausgelegt. Allerdings habe ich auch noch ein paar *hüstel* HeroQuest-Minis und versuche mich dem Wunsch nach "Sword & Sorcery"-tauglichen Minis im größeren Rahmen zu widerstehen.
    Ansonsten finde ich auch Paperminis sehr cool. Es kommt halt darauf an, was man machen will. Für einen reinen Dungeonhack reichen mir Paperminis aus. Will ich aber auch was fürs Augehaben , also mit Landschaft, Gebäuden, Hindernissen, usw. dann reichen mit Paperminis nicht aus, sondern dann müssen es auch schon richtige Miniaturen sein.

Montag, 9. Januar 2017

[RPG-Blog-O-Quest] #016 – Jahresrückblick 2016


RPG-Blog-O-Quest Dezember 2016: Jahresrückblick 2016 (Link

1. Für 2017 hab ich mir in punkto Rollenspiel vorgenommen... Ähm... Eigentlich nicht viel. Vielleicht klappt es jetzt irgendwann mal meine Numenera-Testrunde ins Leben zu rufen. Versprechen kann ich es noch nicht... 😒

2. Das beste/einprägsamste Erlebnis 2016 in Deiner Rollenspielrunde war immer noch der Numenera-One-Shot mit Mhaíre Stritter. Mehr gab es dieses Jahr leider nicht... 😢

3. Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut?
Das Numenera- und Fragged Empire-Paket.

4. Welchen SC hast Du am meisten gespielt in 2016 , welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern?Mein Numenera-One-Shot-Charakter Sherden Raylock, ein Perceptive Jack, der auf dem Blitz reitet. Wir hatten mit den englischen Regeln gespielt. Und Erinnerungswert war zum einen der pfeifende Ausschlag, den Sherden erlitt, ebenso wie seine geplante Verzweiflungstat sich den linken Arm abzuschneiden.

5. 2016 gilt als Jahr vieler toter Promis. Gab es auch tote SC {oder prominente NSC} in Euren Runden? Nö.

Bonusfragen: Da der RSP-Blog-Karneval gerade 5 geworden ist {Übersicht siehe Gelbe Zeichen}, welches war Dein{e} Lieblingskarneval{s}? Gibt es ein Thema, welches Du Dir dort wünschen würdest?
Mitgemacht hatte ich bis dato nur einmal. Direkt einen Lieblingskarneval habe ich nicht und wenn es mal ein interessantes Thema gibt, kann man ja auch mal wieder was dazu schreiben.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

[Review...oder so was] Troika!

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich überhaupt schon einmal ein richtiges Rollenspiel-Review geschrieben habe. Egal. Betrachten wir das hier einfach mal als eine kleine Empfehlung.


Troika! ist ein kleines Rollenspiel von Daniel Sell und illustriert von Jeremy Duncan. Es ist - Zitat Daniel Sell - "eine Reaktion auf veraltete britische RPGs, von jemandem, der kein Recht hat, dies zu tun." ("Troika! is a response to decrepit UK RPGs as imagined by someone who has no right to do so.") Man könnte Troika! also schon als eine Old-School-RPG betrachten, wenn es auch kein D&D-Klon ist. Aber fangen wir von vorne an.

Charaktererschaffung
Diese ist  recht schnell durchgeführt. Der Spieler ermittelt seinen Skill-Wert, einen Basiswert, welchen er für Problem mit seinen Fertigkeiten benötigt, einen Stamina-Wert für seine Gesundheit und Ausdauer und einen Luck-Wert, welcher mit einem Rettungswurf verglichen werden könnte.
Dann wird auf einer D66-Tabelle noch ein Hintergrund ermittelt, welcher die einzelnen Fertigkeiten und einige Ausrüstungsgegenstände liefert und fertig ist der Charakter.

Die vorgegebenen Hintergründe sind zuweilen reicht skurril (z.B. "Ardent Giant of Corda", "Demon Stalker", "Gremlin Catcher" oder "Poorly Made Dwarf"). Sie verleihen dem Spiel in meinen Augen ein Gefühl, dass mich sehr an "Into the Odd" erinnert.


Die Regeln
Troika! verwendet ein 2W6-System, bei dem man entweder gleich oder unter einem Wert oder gegen ein anderes Wurfergebnis würfeln muss. Will man z.B. eine Skill-Probe ablegen, so wird der Skillwert und der Skillbonus des Hintergrundes, wenn vorhanden, zusammenaddiert. Das Wurfergebnis muss dann unter diesem Wert liegen. Ein "Rhino-Man" hat z.B. eine Stärke von 2. Wenn er einen Skillwert von 4 zu Beginn der Charaktererschaffung ermittelt hat, so würde der gesamte Fertigkeitswert der Stärke bei 6 liegen. Also muss der Spieler mit 2W6 gleich oder unter der 6 liegen. Müsste der Spieler nun eine Fertigkeitsprobe mit der Stärke gegen ein anderes Wurfergebnis ablegen, so würde sein Skillwert plus die Fertigkeit plus die 2W6 zusammenaddiert werden. Liegt er über dem Wurfergebnis seines Gegners, so ist ihm der Wurf gelungen.

Ein Luck-Wurf kann entweder von der Spielleitung eingefordert werden (z.B. durch eine Falle) oder der Spieler kann ihn selbst einsetzen, um eine verpatzte Probe z.B. auszugleichen. Interessant ist, dass jedes mal, wenn ein Luck-Wurf durchgeführt wird, der Wert reduziert wird - allerdings kann man ihn mit einer 8-stündigen Rast wieder auffüllen.

Stamina entspricht den Trefferpunkten und bedarf keiner besonderer Erwähnung.

Das Initiativesystem im Kampf ist in der Hinsicht interessant, da es mit bunten Tokens und einem Beutel durchgeführt wird. Man zieht also blind, wer als nächsten an der Reihe ist. Interessant ist der "End of Round" Token, der die Runde vorzeitig beenden kann. Das erzeugt einen gewissen Druck bei den Spielern im Kampf, denn es kann durchaus vorkommen, dass sie in einer Runde keine Handlung durchführen können.

Im Kampf gibt es die klassischen Aktionen wie Angriff, Bewegen, etc. Interessant hier ist die "Ich suche hektisch einen Gegenstand in meinem Rucksack"-Aktion ("Retrieve an item"), bei der gewürfelt wird, ob man den richtigen Gegenstand aus seinem Rucksack herausholt oder nicht. Die Bewegung an sich wird sehr minimalistisch behandelt - alles unter 12 Fuß ist keine eigene Aktion, alles andere hingegen schon.

Der Schaden wird mit einem W6 anhand einer Tabelle ermittelt. Ein Schwert hat dabei wie folgt Schaden:




Boni erhöhen das Wurfergebnis und somit auch den Schaden. Rüstungen werden von dem Schaden abgezogen.


Steigerung
Das Steigerungssystem erinnert etwas an das BRP/Cthulhu und ist "learning by doing". Wurde eine Fertigkeit erfolgreich eingesetzt, markiert man diese. Bei der nächsten Rast macht man eine Probe mit 2W6 über den Fertigkeitswert. Gelingt dies, wird die Fertigkeit um +1 verbessert. Neue Fertigkeiten kann man durch Training erlernen. Die Werte Skill, Luck und Stamina können hingegen nicht gesteigert werden. Dies alles erinnert mich wirklich sehr an das BRP.


Zaubersprüche
Ein Charakter besitzt Zaubersprüche wie Fertigkeiten und muss auch Proben gegen diese durchführen. Allerdings kostet jeder Einsatz eines Zaubers auch Stamina. Die Zauber sind insgesamt sehr nett und haben einen seltsamen Touch, der wiederum sehr zum Feeling von "Into the Odd" passt. Zudem gibt es noch eine Oops!-Tabelle, für den Fall, dass man einen Zauber so richtig verpatzt.


Nach den Zaubersprüchen folgt eine Beschreibung der Fertigkeiten und eine Aufzählung diverser Gegenstände. Zum Schluss gibt es noch einige Monster. Diese sind wie folgt aufgebaut:

Bei dem recht übersichtlichen Werteprofil gibt es noch die sogenannte "Mien"-Eigenschaft, mit der die SL per Zufall gewisse Wesenszüge der Kreatur ermitteln kann, um ihr ein bisschen mehr rollenspielerische Tiefe zu verliehen. Finde ich im Vergleich zu den D&D-Gesinnungen ganz interessant und auch recht hilfreich. Der Schadenswert der Monster ist außerdem bei den Waffenlisten hinterlegt.

Ein Charakterbogen und eine Waffenliste runden das System letztendlich mit schlanken 56 Seiten ab. Ein festes Setting oder ein Einführungsabenteuer fehlen leider.


Was macht Troika! interessant?
Wie ich bei der Übersicht schon geschrieben habe, erinnern mich einige Mechanismen von Troika! sehr an "Into the Odd" bzw. "BRP/Cthulhu" - was ich im Grunde sehr gut finde. Letztendlich könnte man mit Troika! ein sehr einfaches Horror-RPG ala "Cthulhu" aufbauen. Überhaupt bietet Troika! eine Menge Potential für einfach gehaltene Rollenspiele, da man als Spielleitung recht schnell ein eigenes Setting mit den Regeln darstellen kann.

Es gibt ein paar Punkte, wo ich jetzt persönlich nochmal etwas nachstellen würde.
So fände ich statt eines zusätzlichen Schadenswurfs interessanter, wenn man an Hand der Differenz der beiden Wurfergebnisse im Kampf das Wurfergebnis ermitteln könnte. Würde ein SC mit einem Schwert (siehe oben) einen Gegner angreifen und des Wurfergebnis des Spieler 4 Punkte besser sein als das des Gegners, würde der Gegner 6 Punkte Schaden erleiden.
Auch fände ich es persönlich besser, wenn Monster ähnlich wie bei "Numenera" einen festen Kampfwert hätten und die SL nur selten selbst würfeln muss. Aber das ist eher ein persönlicher Geschmack.

Insgesamt finde ich Troika! recht schick, schnell und einfach. Die Regeln sind flexibel und auch relativ einfach zu hacken, um sie sich so seinen Bedürfnissen anzupassen. Wer also ein etwas anderes Rollenspiel mit Old-School-Flavor ansehen möchte, kann sich die kostenlose "No-Art-Version" einfach mal unverbindlich zu Gemüte führen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[RPG-Blog-O-Quest] #015 – Bestarium


RPG-Blog-O-Quest Dezember 2016: Bestarium (Link

1. Welches Monster ist Dein Favorit und warum?
Das ist ein bisserl systemabhängig. 

Bei D&D und den ganzen OSR-Titeln mag ich vor allem einer eine Monstergruppe, nämlich die Aberrationen ganz besonders. Also, alles was etwas "weirder" ist, wie zum Beispiel Betrachter oder Abolethen und einfach alles, was ein bisserl anders ist, im Äther rumfliegt oder einfach recht seltsam daher kommt. Kann mich da echt nicht wirklich entscheiden.

Bei Cthulhu ist es auch sehr schwer, würde mich am ehesten zu den Byakhee tendieren, da sie einfach meine erste Liebe waren. Sie waren die ersten cthuloiden Kreaturen, die mir in meinem ersten Cthulhuregelwerk ins Auge gestochen sind. Aber auch sie sind nur ein Beispiel von vielen. Ich mag die Hunde von Tindalos genauso wie die Mi-Go oder die Gnoph-Keh. 

Bei Numenera mag ich aus unbekannten Gründen die Oorgolischen Soldaten ganz besonders. Zum einen mag ich die Bilder von Keith Thompson und zum anderen passen diese besonders gut in das Setting von Numenera.

2. Dein bisher prägendes Monster-Erlebnis war?
Es kommt darauf an, wie man Monster definiert? Zählen Orks als Monster? 
In dem Fall muss ich immer an dieses Gefecht auf Gaia denken. Der Charakter meiner Frau lieferte sich zusammen mit einem Knight Paladine und einem Kriegsgolem am Hang eines Berges ein Scharmützel gegen eine Gruppe von Orks und dabei wurden allerlei Skills und magische Effekte eingesetzt, weshalb mich das Ganze irgendwie sehr an "Final Fantasy" oder einen Anime erinnert hat. Das war echt ziemlich cool. Gerade auch deswegen, weil es bei dem Kampf auch darum ging, wer als erstes das Portal zu den Elfenwäldern erreichte. Man kann es kaum beschreiben. Man muss es echt erlebt haben.

3. Wenn ich ein/e Succubus/Incubus wäre, würde ich zuerst einige Personen zu meinen Gunsten manipulieren. Und sei es nur, um ihnen ein paar peinliche Momente zu bescheren...😈
4. Wie findest Du in Deinem Lieblingssystem die gebotenen Monster?
In dem ich das Inhaltsverzeichnis nutze...
.
.
.
Auch hier differenziere ich wieder etwas. 

Bei D&D und den OSR-Titeln mag ich die etwas "bereinigten" Monsterprofile. Also, D&D 3+ ist z.B. nicht so meine Welt. Das sind mir einfach zu komplexe Profile. Ich bin mit AD&D aufgewachsen und fand diese Profile sehr schön - auch wenn es hier einige Punkte gab, die man etwas einfacher hätte machen können.
Grundlegend finde ich aber die Monster von (A)D&D verdammt cool. Es gibt sehr viele, man kann sehr viele Settings und Welten mit ihnen bedienen und es gibt nur wenige Ausnahmen, die ich für meine Runde immer abgeändert habe. So habe ich z.B. die Hags niemals wirklich mit Hexen gleichgesetzt und unter Kobolden verstehe ich einfach auch was anderes als kleine Echsenviecher, weshalb ich diese bei D&D immer als Skinks, wie bei den Echsenmenschen von Warhammer Fantasy, bezeichnet habe. Aber meistens waren es nur Namens- und Vorstellungsverbindungen, die für mich einfach nicht gepasst haben. Mehr nicht.

Bei Cthulhu finde ich die Profile auch sehr schön, gerade weil sie nicht sehr lang sind, aber alles Nötige abbilden. Einzig die Ableitungsberechnungen wie von den Trefferpunkten und dem Schadenbonus finde ich nicht so schön. Auch die Darstellung der Götter mit Werten verleitet immer etwas dazu ein Armdrücken mit einer Gottheit zu veranstalten.
Cthulhu macht zudem eine Sache besonders richtig: Das Malleus Monstrorum in der zweiten Auflage ist einfach ein großartiges Besteriarum, das fast perfekt ist. Für die absolute Perfektion hätte man noch die Kreaturen der Traumlande mit einfügen müssen. Da fehlen aber leider viele. Aber ich finde es gut, dass das Malleus keine Ergänzung mehr wie in der ersten Auflage ist, sondern ein eigenständiges Buch, wo man als SL eigentlich alle "Viechereien" und "Nettigkeiten" des Settings an einem Ort griffbereit hat. Ich hasse nämlich nichts mehr als die Verteilung von Regelelementen über mehrere Bücher.

Bei Numenera mag ich besonders die kurzen Profile. Dass man eigentlich sogar mit nur einem Wert schon ein Monster erstellen und verwenden kann. 
Die Kreaturen per se finde ich eher durchwachsen. Einige finde ich richtig cool, wie die oben genannten Oorgolischen Soldaten, den Jiraskar oder die Sathosh. Andere hingegen wirken so, als ob man versucht hätte, mit Gewalt seltsame Wesen für Numenera zu erschaffen, wie z.B. der Dunkle Abgrund oder die Mesomeme, oder sie wirken einfach  nicht seltsam genug oder sind auch nichts wirklich besonderes wie z.B. die Margr. 

5. Ich wünsche mir, das Monstern Manuals mal andere Wege gehen. All zu oft gibt es, besonders bei D&D, Kreatureneinträge, die sich wie folgt lesen: Wolf, Winterwolf, Schreckenswolf, Sommerwolf, Riesenwolf, usw. Man hat einen Wolf und wiederholt den Eintrag immer wieder und wieder, mit kleinen Abwandlungen, um neue Kreaturen zu erschaffen. Stattdessen könnte man auch einfach einen Wolf hernehmen und verschiedene "Masken" erstellen, welche die Werte einer Kreatur verändern. So könnte es z.B. die "Schreckensmaske" geben, welche die Werte einer Kreatur entsprechend modifiziert.

Auch finde ich, dass der Monsterbegriff immer recht inflationär gebraucht wird (siehe Punkt 2, die Sache mit den Orks). Orks sind eigentlich keine Monster, sondern eine humanoide Rasse. Ein Monster hingegen sollte etwas einmaliges sein. Ein Augenöffner und ein Herzraser. Etwas...ja...Monströses eben. Das kann je nach Welt unterschiedlich ausgelegt werden, aber ich finde, dass Monster immer ein wenig so verwendet werden sollten wie in der griechischen Mythologie, wo es nur eine Hydra, eine Medusa, einen Minotaurus und einen Kithaironischen Löwen gab. Das waren Monster! Die Helden, die jene Monster besiegten, gingen in die Geschichte ein und wurden Legenden. Die Kämpfe waren Herausforderungen und wurden oft auch nur mit einer List gewonnen. Und das sind ja auch irgendwie die Erlebnisse, welche man als Spieler bei einem Rollenspiel erleben möchte.

Die Bonusfrage:

6. Monsterjäger (wo ist denn da die Frage???) sind eine Serie auf DMAX? 
Keine Ahnung, da fällt mir jetzt nicht viel dazu ein - außer dass ich Storyarcs wie "Buffy" oder "Hellboy" mag, die sich ja mit Monstern aller Art anlegen und diese auch jagen.

Montag, 7. November 2016

RPG-Blog-O-Quest #014 – OnePages


RPG-Blog-O-Quest November 2016: OnePages (Link

Bin dieses Mal sehr spät dran...kam einiges dazwischen (Hochzeit und so)...

1. Spielst Du Onepage-Abenteuer? {Alternativ: Warum spielst Du keine OnePages?}
Richtige Onepager habe ich bis dato nicht gespielt, aber das Konzept finde ich per se gut.

Was magst Du an ihnen, wo siehst Du ihre Vor- und Nachteile?
Der Vorteil liegt definitiv an der kompakten Form der Unterlagen und die dadurch reduzierte Vorbereitungsdauer. Ich mag es bei vielen Abenteuern nicht, dass die Infos über zig Seiten hinweg verteilt sind und man als SL echt sehr viel Zeit zur Vorbereitung braucht, wenn man nicht ständig beim Spielen blättern will.
Allerdings liegt in dieser geballten Form oft auch der Nachteil, dass viele Infos auf eine Seite gepresst werden, was die Sache auch schnell wieder unübersichtlich macht. 
In der Hinsicht finde ich Zwei- oder Vierseiter ganz praktisch. Es geht mir dabei weniger darum, das Abenteuer länger zu gestalten, sondern viel mehr das Material besser gelayoutet aufs Papier zu bringen. 


2. Mein liebster Onepage _______________. 
Es gibt einfach so viele gute und interessante Onepager (Link). Wie soll man sich da nur entscheiden?!




3. Neben Abenteuern würde ich gerne mehr
 {siehe unten} als Rollenspielmaterial auf einer Seite sehen, weil _________________________________.
Es gäbe sehr viele Sachen, die ich gerne auf einer Seite sehen würde: 
  1. Charakterklassen - um Anfängern den Einstieg zu erleichtern.
  2. Zauber- oder Fertigkeitslisten - siehe 1.
  3. Monster - um eine Art "Monster Manual" auf Basis einer losen Blattsammlung gestalten zu können, wodurch man immer die passende Kreatur griffbereit hat.
  4. Ortsbeschreibungen - aus Gründen.
  5. Zufallstabelle - damit man sich die, die man gerade braucht, einfach zusammenheften kann.
  6. usw.
Auch hier gäbe es einiges, wofür Onepager geeignet wären. Teilweise würden wahrscheinlich auch Karteikarten reichen, aber das wären ja auch irgendwie dann Onepager. 


4. Wenn ich einen Onepage schreiben würde, müsste unbedingt Vermerke auf Werte mit rein, weil man dann so die zusätzliche Angabe von Werten aller Art einfach weglassen können
Das geht natürlich nur, soweit es möglich ist. Wird ein neues Monster oder ein neues Artefakt eingeführt, muss dieses ja auch bewertet werden. Aber ich habe auch schon Onepager gesehen, wo noch Werte für allerlei Kreaturen, die in jedem Monster Manual zu finden sind, notiert wurden.
Gut für den SL, dann hat er wirklich alles parat - schlecht für das Layout.
In der Hinsicht würde ich "Numenera" und das "Cypher System" als ideal für Onepager ansehen, da viele Werte auf eine einzige Zahl reduziert werden können.


5. Als Thema würde ich mir "Lovecraft" für den WOPC wünschen, weil es wirklich wenige Onepager mit cthulhoiden Hintergrund gibt
Ja, das ist nicht einfach, ein Horrorabenteuer auf eine Seite zu pressen, aber wenn es einfach wäre, wo wäre dann die Herausforderung?


Bonusfrage: In letzter Zeit sprießen Neuankündigungen deutschsprachiger RPGs aus dem Boden {Übersicht z.B. via Tanelorn}. Welches sehnst Du am meisten her?
Uhh... Da kann ich mich jetzt aber auslassen, denn ich finde es echt schwer, wie ich mich da entscheiden sollte. Wobei Dungeon World da schon das System ist, was mich im Moment am meisten interessiert. 
Ansonsten habe ich Symbaroum mitgebackt, ebenso wie Fragged Empires.
Die Truant-Releases von Barbarians of Lemuria Mythic Edition, Trudvang Chronicles,
Unaussprechliche Kulte und TitansGrave (steht zumindest auf der Truantseite) zecken mich auch ziemlich, genauso wie Dread, Starfinder, Hexxen 1733, Fading Suns und Earthdawn: Zeit der Legenden.

Dienstag, 18. Oktober 2016

[Weltenbau] Brainstorming und Sortierung durch "Begegnungstabellen"

Rollenspieler, besonders die Spielleiterung, kennen Zufallstabellen. In diesem Fall eher die "Encountertables", also Tabellen für Zufallsbegegnungen. Diese können z.B. wie folgt aussehen:


Diese Tabellen geben an, welche Begegnungen man in diesem Landstrich oder Landschaftstyp erleben kann. Sie existieren oft für viele verschiedene Landschaftstypen, wie Pole, Meer, Wüsten, Wälder, Städte oder Unter der Erde und sind mit allerlei Kreaturen oder Nichtspielercharaktern gefüllt. 

Bei der Sichtung einer solchen Tabelle kam mir die Idee, dass man solche Listen ganz gut als Brainstormingmethode fürs Basteln der Flora und Fauna verschiedener Landstriche verwenden kann, um diese mit Leben zu füllen. Die Idee dahinter ist eine leere Liste mit einem Motto, z.B. "Hügel" wie in dem oberen Beispiel zu verwenden und sich darunter dann verschiedene Kreaturen, vornehmlich Tiere, Pflanzen und alles andere, was wächst, kriecht und gedeiht, in diese Liste passend zum Motto zu notieren. Es geht darum, seine Vorstellung im Kopf ein wenig zu gliedern und durch das relativ formlose Notieren dieser Gedanken in Form eines Brainstormings auf neue Ideen für seine eigenen Flora und Fauna zu kommen. Das "perfekte" Ziel wäre es dann, wenn man für seine 20 verschiedenen Landschaftsformen je 20 unterschiedliche Lebewesen notiert hätte. Dadurch hätte man immerhin schon 400 (!) unterschiedliche Kreaturen, die auf der Welt kreuchen und fleuchen.
  

Vorgehensweise und Regeln

Als erstes überlegt man sich, wie viele unterschiedliche Landschaftstypen seine Welt hat. Ignoriert dabei einfach die Würfelangaben, wie man sie aus Rollenspieltabellen kennt. Es geht nicht darum, zufällig eine Kreatur zu ermitteln, sondern die Landschaft mit Leben zu füllen. Für ein einfaches Beispiel legen wir folgende Landschaftsarten fest (Gebirge, Wald, Wüste und Meer) und bestimmen, dass auf in jedem Landschaftstypus vier unterschiedliche Lebensformen geben soll. Man sollte sich dabei an folgende Regeln zu halten:
  1. Keine Doppelnennungen!
    Sicherlich gibt es z.B. mehrere Drachenarten, aber wenn es diese in unterschiedlichen Landschaftsformen gibt, dann sollten sie auch unterschiedlich benannt werden. In dem Drachenbeispiel könnte dies der Wald- und der Wüstendrache sein. Daraus ergibt sich gleich auch Regeln Nummero 2:
  2. Suche Unterschiede!
    Wenn es eine Kreatur in unterschiedlichen Landschaftsformen gibt, hat sie nicht nur unterschiedliche Namen, sondern auch unterschiede im Aussehen. Ein Walddrache könnte z.B. eine grünliche Schuppenfarbe haben oder sicht vielleicht sogar wie ein Chamäleon tarnen können. Vielleicht hat er gar keine Flügel, weil diese bei der Fortbewegung im Unterholz nur störend wären. Auch wäre vielleicht die Eigenschaft des Feuerspeiens beim Walddrachen nicht ideal. Stattdessen könnte er aber wie eine Speikobra eine Gift verschießen. Der Wüstendrache hingegen könnte Flügel haben, weil er genug Platz zum Fliegen hätte. Außerdem helfen Flügel bei der Kühlung mit. Er könnte eine ledrige Haut mit einer sandartigen Oberflächenstruktur haben und kann sich vielleicht schnell im Sand eingraben, um so versteckt seiner Beute aufzulauern.
  3. Vermeide in Humanoide, Untote, Konstrukte & Co.!Für diese Tabellen sind Völker sowie magische Kreaturen, wie Untote, Golems oder ähnliches erst einmal fehl am Platz. Es geht hier vielmehr um die Flora und Fauna eines gewissen Gebietes und eben nicht um klassische Rollenspiel-Begegungstabellen. Es können aber natürlich entsprechend weitere Tabellen für diese Wesen erstellt werden. Allerdings könnte es z.B. in Landstrichen wie nuklearen Wüsten, vom Chaos zerrissene Ebenen oder nekromantische Leichenäcker auch entsprechende, andersartige Lebensformen geben.
  4. Setze dir ein erfüllbares Ziel!Egal, wie viele Landschaftsformen man besitzt, ersteinmal sollte man mit wenigen Einträgen anfangen. Vier Einträge pro Landschaftsform reichen da vollkommen aus und man kann ihre Zahl zu jeder Zeit noch weiter anheben.
    Manche Landschaftsformen bieten nur wenig Lebensraum. Man wird kaum 100 Kreauturen im ewigen Eis der Pole unterbringen. Schafft man hingegen zehn kann man schon sehr mit sich zu frieden sein. Aber zu Beginn reichen vielleicht drei oder vier Einträge und wer weiß, vielleicht entwickeln sich daraus dann auch weitere neue Ideen.
  5. Ignoriere anfangs alles Bekannte!Lasst alle Wesen, die bis dato gebastelt wurden, ersteinmal weg. Diese lenken nur ab oder man wird von ihnen vielleicht sogar unter Druck gesetzt, wenn man siehst, dass in einer Landschaftsform zu wenige Kreaturen angesiedelt wurden. Ersteinmal sollten die Landschaften mit ein paar neuen Wesen aufgefüllt werden. Danach kann man auch alte Wesen hinzusortieren.
  6. Ausbauen kann warten!Zuerst schreibt nan nur seine Ideen auf. Kurze Notizen wie "Wüstendrache: Große Flugechse, Sandfarben, kann sich im Sand vergraben." reichen oft aus. Wenn man natürlichen einen "Gimpeljauz" notiert, muss man schon etwas detailierter werden. Wichtig ist nur, dass man nicht zu lange bei einer Kreatur verbleibt, sondern flott weitermacht. Verbessern und ausbauen kann man später, aber...
  7. Warte nicht zu lange mit dem Ausbau!Notizen können wie Gummi am Schuh kleben. Was einst interessant klang, kann sich irgendwann in einen zähen, geschmacklosen Schleim verwandeln, den man nicht los wird, weil man ihn ja noch einmal gebrauchen könnte. Wenn man eine Notiz irgendwann durchliest und man wundert sich dann, was man sich dabei gedacht hat, dann ist sie definitiv zu lange herum gelegen. Daher: Erst brainstormen und dann langsam etwas ausbauen.
  8. In der Kürze liegt die Würze!Wird etwas ausbaust, dann sollte man nicht mit der Textmenge übertreiben. Keiner liest eine achtseitige Beschreibung über eine Blattlaus wirklich durch.
  9. Nutze Hilfsmittel!Sicherlich fällt einem nicht sofort zu jeder Landschaftsart etwas ein. Daher sollte man alles nutzen, was an Hilfsmitteln zur Inspiration zur Verfügung steht: Bilder, Comics, Filme, Rollenspiele, das Internet.
  10. Vorstellung ist das A & O!Man stellt sich am besten die Landschaft bildlich vor, die mit Leben gefüllt werden soll. Am besten schleißt man deine Augen und träumt zum Beispiel von schneeverhangenen Hochgebirgen mit ihren kargen Tälern und niedrigem, krautigen Pflanzenbewuchs. Was könnte in dieser Landschaft noch leben?

Kommen wir zurück zum Ablauf.
Hat man seine Landschaftsarten ermittelt und sich zu einer Zielmenge an Kreaturen durchgerungen, so kann man nun damit beginnen, die Tabelle aufzufüllen. Das kann dann wie folgt aussehen:
  1. Gebirge:
    1. Hochlandziege (kleine, leichte Ziegenart)
    2. Graubär (wie Dachs mit grauer Fellfarbe)
    3. Felsnatter (grau-braune Giftschlange)
    4. Feuersalamander (knallrote Echsenart. Lebt in Felsspalten. Berührung brennt wie Feuer (Ameisensäure))
       
  2. Wald:
    1. Grüner Walddrache (flügellos, chamäleonartig, speit Gift)
    2. Rindenkriecher (Raupen, die sich durch die Rinde der Bäume fressen)
    3. Astassel (Asselart, die auf Bäumen lebt. Handtellergroß.)
    4. Brummgimpel (kleiner Vogel, gibt brummende Geräusche von sich, wenn Gefahr droht)

  3. Wüste
    1. Wüstendrache (kann fliegen, sandfarben, versteckt sich in den Dünen)
    2. Scharrkäfer (schwarzer Käfer, lebt unter dem Sand)
    3. Kalok (große, schweineartige Kreatur. kann große Mengen Wasser in Hautblasen speichern)
    4. Dörrfisch (lebt in Flussoasen. In Trockenzeiten mumifiziert er regelrecht in einer Art Winterschlaf. Kommt er mit genug Wasser in Kontakt, wird er wieder lebendig.)
  4. Meer
    1. Schwarzhai (großer, nachtschwarzer Haifisch)
    2. Laternenqualle (Quallen, die nachts an der Wasseroberfläche schwimmen und im Dunkeln leuchten)
    3. Tiefseenonne (schwarzer Tintenfisch, dessen Tentakel mit Hautlappen verbunden sind. Sieht beim Schwimmen wie eine Ordenschwester aus.)
    4. Plankwurm (kleiner Krillwurm, der an der Wasseroberfläche lebt und sich an Schiffsplanken festsetzt. Bei einem starken Befallen lösen sich die Holzplanken auf).
Diese Liste entstand innerhalb weniger Minuten aus dem Nichts.
Auf einer solchen Basis kann man nun weiter aufbauen, wobei Fragen da besonders gut helfen: 
Was frisst ein Schwarzhai? Oder hat er einen Fressfeind? Wer hat der Tiefseenonne ihren Namen gegeben? Von was lebt der Scharrkäfer? Gibt es Tiere, die mit dem Kalok in einer Symbiose leben, um seine Haut zu pflegen? Wie groß ist eigentlich ein Walddrache? Hat er Fressfeinde? Was frisst ein Graubär? Ist er Fleisch- oder Planzenfresser? Oder beides? Und wenn er Pflanzen frisst, was für welche? Wogegen wehrt sich eine Felsnatter oder der Feuersalamander?

Natürlich kann man auch hier dann Übergänge zwischen den einzelnen Landschaftsarten herstellen und auch überlegen, wie die unterschiedlichen Lebewesen untereinander agieren.
Ebenso kann man auch weitere Tabellen für Völker oder Personen herstellen, die in diesen Gebieten anzutreffen sind, usw. Andere Sortierungsmöglichkeiten wären auch z.B. nach Ländern (Flora und Fauna von Sarghai-Tan, F&F von Voorm-Thak, usw.) oder Landstrichen (F&F der Elfenbeinküste, F&F des Plateaus von Leng, usw.), wobei ich persönlich erst einmal zu allgemeineren Listen des oberen Beispiels tendiere und deren Ergebnisse dann passend zum Land oder dem Landstrich abmischen würde.

Mit der Tabellenmethode kann man recht übersichtlich daran arbeiten, seine Welt mit Leben zu füllen. Natürlich ist es nicht DIE absolute Methode, doch kann sie dabei helfen, strukturiert an der Flora und Fauna der Welt zu arbeiten.