Samstag, 20. August 2011

[Sonstiges] Einkäufe und Urlaub

So, die letzte Woche war sehr erfolgreich gewesen. Nach einem äußerst inspirierenden WBT und einem "Meet & Greet" mit einer bekannten Größe des RPG-TVs (Foto kommt noch; ansonsten sage ich nur Orkenspalter.TV), hatte ich noch ein paar Besorgungen in Würzburg in meinem favorisierten Shop gemacht:

Hermkes Romanboutique in Würzburg
Wer den Laden nicht kennt, aber mal nach Würzburg kommt, sollte dort man definitiv hingehen. Es ist vielleicht nicht der größte Laden seiner Art, aber dafür ist er legendär. Schließlich hat es sein ehemaliger Besitzer auch schon in einige Sci-Fi-Romane wie z.B. auch Perry Rhodan geschafft.

Aber egal: Eingekauft habe ich 2x Romane von Jack Vance (Kriegssprachen und Die blaue Welt), einen Roman von China Tom Miéville (Kraken), einen Red Sonja/Claw-Sammelband, drei The Chronicles of Kull (Ausgabe 2 bis 4), die aktuelle Cthulhoide Welten sowie 1x Gray Knight Terminatoren, 1x Gray Knight Space Marines, 1x Dark Eldar Kabalenkrieger, 1x Dark Eldar Hagashin und 1x Chaos Magier. Sobald ich dann mal wieder etwas Muse habe, werde ich den Saustall in meiner Bastelecke etwas aufräumen und mich dann über meine Minis und einige Umbauten hermachen. Dann wird auch mal mein Regelwerk auf seine erzählerische TTG-Tauglichkeit hin getestet. 

Aber: Morgen geht es nun erstmal für 10 Tage nach Rom, wo ich mich dann erstmal von dem Stress der letzten Wochen und Monate erholen werde und vielleicht schaffe ich es dann auch mal wieder etwas mehr zu lesen oder zu zeichnen. Cugels Irrfahrten, Cugels Reise in die Unterwelt und Kraken sowie mein Zeichenzeugs sind eingepackt. Zwar habe ich lt. Angaben im Internet in der Ferienwohnung DSL, aber wer will das schon so wirklich im Urlaub?

Daher verabschiede ich mich mal für die nächste Zeit von hier aus. Wir sehen uns spätestens im September wieder.

Dienstag, 16. August 2011

[Bericht] Villen des Wahnsinns


So, auf dem WBT kam es zu einem Testspiel von Villen des Wahnsinns und darüber möchte ich gerne in Kürze ein paar Worte los werden.

In dem Spiel an sich geht es eben darum, dass eine Gruppe von Ermittlern das Geheimnis eines Geisterhauses, einer Universität oder etwas ähnlichem lüften. Es gibt dabei 5 vorgegebenen Szenarien, die sich in ihrer Geschichte aber wieder komplett unterscheiden können, da der Spielleiter (hier: Bewahrer) durch Entscheidungen den Verlauf der Geschichte verändert. Dadurch erhält das Spiel einen hohen Wiederspielenswert und, wie ich Fantasy Flight bzw. den Heidelberger Spieleverlag kenne, kommen bestimmt noch einige Erweiterungen dazu. 

Das System an sich ist recht einfach: Die Spieler haben 3 Aktionen, wobei 2 davon eine Bewegung darstellen, die 3. eine Untersuchung, eine weitere Bewegung oder auch einen Angriff ist. Proben werden mit einem W10 abgehandelt mit dem unter den Attributswerten der Charaktere geblieben werden muss. Also recht klassisch. 
Der Bewahrer hingegen erhält pro Ermittler sogenannte Drohmarker mit denen er dann Aktionen ausführen kann, um die Spieler zu vernichten oder in den Wahnsinn zu treiben. Es gibt, je nach Szenario, eine feste Rundenanzahl und mit Ablauf der Spielzeit kommt es immer wieder zu neuen Ereignissen, welche die Handlungen der Ermittler erschweren. Diese müssen in Teamwork nun die Geheimisse des Hauses lüften, Rätsel lösen und Hinweise einsammeln, um so schnell wie möglich ihr Ziel zu erreichen.

Das Spiel legt viel Wert auf Atmosphäre. Sogar die Kämpfe werden durch ein sehr schickes Kampfkartensystem sehr spannend abgehandelt und arten somit nicht in ein simples Hack'n'Slay aus. 
Bei unserem Testspiel hatten alle verdammt viel Spaß gehabt und man fühlte sich durchaus in die Zeiten von HeroQuest zurück versetzt, wenn auch auf einem ganz anderen Level. Daher kann ich Villen des Wahnsinns auch nur absolut empfehlen. Das Spiel hat eine Menge Potential und das sollte man auch definitv ausschöpfen.

Montag, 15. August 2011

[Masters of the Fantastic] Kevin Sharpe

(Bin wieder da vom WBT! War wunderbar, sehr inspirierend und einfach wieder total genial, all jene Menschen zu treffen, welche das Wort "Heimat" komplett neu definieren.)

- Masters of the Universe - Edition -


Thunder Punch

Hordak corrected

Beastly V2
Simply Clawful

Battle Ground Teela

Freitag, 12. August 2011

Donnerstag, 11. August 2011

[Cimorra] Kompedium (regelfrei)

 (PDF, ca. 1 MB)

So, hier ist sie: Die erste WIP-Version des Cimorra-Kompendiums. Sie ist regelfrei und umfasst zunächst die Beschreibung der Welt, die Legenden Cimorras, das alltägliche Leben der Menschen Cimorras, einige Götter sowie einige Städte, Gebiete und seltsame Orte in den Reichen der Mitte.

WIP deswegen, da es noch einige Lücken zu schließen und Fehler zu korrigieren gibt sowie noch die Teile, wie Rassen, Monster, Handelsware und Magie fehlen. Aber ich denke, um mal einen groben Überblick zu erhalten, sollte das PDF schoneinmal ausreichen. 

Grob geschätzt dürfte Cimorra mit jedem gängigen Regelwerk (Dungeonslayers, BoL, BRP bzw. Cthulhu (A/O)D&D, Malmsturm, usw.), spielbar sein.

Mittwoch, 10. August 2011

[Film] Super 8


Im Jahr 1979 dreht eine Gruppe von Teenagern in der Kleinstadt Lillian mit einer Super-8-Kamera einen Film. Beim Dreh einer Szene am Bahnhof werden sie dabei zufälligerweise Zeugen eines Zugunglücks. Darauf folgen merkwürdige Ereignisse: Die Air Force rückt an, Tiere, Menschen und Elektrogerätschaften verschwinden. Als dann Alice, die Freudin von Joe, verschwindet, machen sich die Teens daran, das Geheimnis zu ergründen.

"Super 8" hat mich total überzeugt. Einer der besten Filme der letzten Jahre. Gerade, wenn man die Filme im Stil von "The Goonies", "Stand by me" oder "ES" mag, wird man "Super 8" lieben. Der Film ist von der ersten bis zu letzten Minute hin komplett stimmig, keine Sekunde langweilig, die Effekte sind punktuell eingesetzt, kommen dann aber mit Schmackes (Das Zugunglück war eine echte Offenbarung der Effekt- und Tontechnik!) und, das aller Wichitgste: Die Teenager waren super besetzt und keine Sekunde nervig. Besonders schick ist auch, dass der Film eben vor 32 Jahren spielt und da durch ein vollkommen anderen Flair hat.
"Super 8" ist einfach grandios. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

Ganz wichtig aber: Sitzen bleiben! Der Abspann ist fast genauso genial wie der eigentliche Film.

Einzig: Der Film ist FSK 12. Ich glaube aber kaum, dass man einen 12-jährigen in den Film mitnehmen sollte, da er doch stellenweise ziemlich krass ist.

9,5 von 10 seltsame weiße Würfel

Montag, 8. August 2011

[Rollenspiel] 1.000 Dungeons

Im Goblinbau gibt es seit Freitag eine interessante Aktion: 1 Dungeonmap - 1.000 Dungeons. Sprich: Man nimmt die Karte zur Hand und bastelt sich daraus einen kleinen Dungeon. Die Karte selbst sieht wie folgt aus: 


Nicht ideal, da hier arg "gerailroaded" wird, aber mal schauen, was man daraus machen kann. Egal, ob ich eine Karte für Cimorra und/oder für Gaia mache, ich lasse sie mal regelneutral. Schauen wir mal, was daraus so wird.

[Masters of the Fantastic] Hal Hefner

Auf Hal Hefner aufmerksam geworden durch den Gorgonmilk-Blog.







[Musik] Some Tunes from the Dark Side


Freitag, 5. August 2011

[Sonstiges] Villen des Wahnsinns & Cimorra & Mehr...

So, Villen des Wahnsinns (Ich werde mich, so glaube ich, nie an den dt. Namen gewöhnen...) ist da und es sieht schon mal sehr gut aus:


Schön viel Material, nette Miniaturen und eine optische Opulenz, wie man sie von Fantasy Flight bzw. den Heidelbergern gewöhnt ist. Natürlich kam mir auch gleich eine Überlegung, wie man es mit Arkham Horror kombinieren könnte, aber leider sind die beiden Spiele nicht wirklich regeltechnisch kompatibel. Leider, leider, leider...

Ich hoffe einfach mal, dass ich am WE oder im Lauf der nächsten Woche mal dazu komme, das Spiel zu testen. Reizen tut es mich schon, seitdem ich in der Mittagspause einen Blick hineingewagt habe.

Ansonsten...

Desweiteren bin ich immer noch dabei, mein aktuelles Cimorramaterial in eine nette Form zu bringen, um mal eine Materialsammlung - bzw. das Cimorrakompendium 1.0 - als PDF online zu bekommen. Ist halt nur etwas zeitraubend - und Zeit war in den letzten Wochen ein Objekt, dass ich zwar zu Genüge hatte, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht voll ausschöpfen konnte.

Allerdings hat man eine Menge Zeit sich Gedanken zu manchen. Zum einen will ich noch den etwas leicht postapokalyptischen Charakter von Cimorra anheben und habe mir deswegen eine Gruppe von Plünderern überlegt, welche sich an Bunkertechnologie bedienen und die Siedlungen und Karawanen in regelmäßigen Abständen angreifen. Dabei denke ich, dass sie danke der Bunkerausrüstung eher in die Richtung "Mad Max" oder "DeGenesis" vom Design her gehen anstatt in die Sword & Sorcery-Richtung. Also eher dieser Stil:


Desweiteren verfestigt sich in meinem Geist das dritte Setting, welches ich mal genauer betrachten möchte, welches bis jetzt den Arbeitstitel "Veys Welt" hat (benannt nach einem Charakter meiner Freundin). Bis jetzt kann ich so viel sagen, dass dieses Setting in die Richtung von China Miévilles Bas-Lag gehen wird, aber ich noch gedenke einige andere Elemente mit hineinfließen zu lassen. Dabei denke ich z.B. auch sehr an die Heavy Metal Filme, Blairs Planet Algol und Fomalhaut von Gabor Lux - aber in einem viktorianischem Steampunkoptik vor einem bizarren Hintergrund. Während also Cimorra eher in die klassische - mit ein paar Ausnahmen -  Sword & Planet-Richtung geht, ist "Veys Welt" eher ein seltsamer Absinthrausch auf einer viktorianischen Teaparty mit Robotern, Käferleuten und Shogotton. Dazu vielleicht gleich noch die passende Musik:

Emilie Autumn - Marry Me - MyVideo

Und ansonsten...Nun...WBO ist noch und somit erhält Gaia eine große Menge an neuen Feinheiten. Also, deswegen mache ich mir wegen Gaia im Moment weniger Gedanken - bis auf die Umbauten, die ich endlich mal machen müsste, nachdem ich ja einen Großteil der EDO-Völker zum Teufel gejagt habe und sich dadurch auf Gaia nahezu alles geändert hat.

Um nun noch meine Freizeit noch weiter zu beschneiden, will ich immer noch mein Regelwerk dann noch "Inq28/I-Munda"-tauglich machen - und um einen triftigen Grund zu haben, mich weiter mit 40k-Minis für einige Umbauten einzudecken. 

Aber der Plan für die nächsten Wochen ist ganz klar: Erst WBT (=Weltenbastlertreffen) vom 12. bis 15.08., dann noch ein paar Tage nix und dann ab dem 21.08. für 10 Tage nach Rom. 

Erstmal euch allen es nettes WE!

PS: Ach ja. Mich gibt es jetzt auch auf Twitter.

[Sonstiges] Und...Freitag!

Denise Milani - Part II




Mittwoch, 3. August 2011

[Spiel] Villen des Wahnsinns

... oder: Warum behält man nicht einfach den englischen Titel bei, wenn er DEFINITIV besser klingt?


Gerade bei amazon.de bestellt. Den Gedanken eines Call of Cthulhu-Dungeonhacks fand ich schon reizvoll, all die Ankündigung von Fantasy Flight kam. Arkham Horror goes HeroQuest! Ich bin ja mal so gespannt! Fhtagn!

Dienstag, 2. August 2011

[Masters of the Fantastic] Devon Cady-Lee


Dune - Chani Costumes

Dune - St. Alia of the Knife

Dune: Sand Rituals

Tourists

Dancing Devi

[Buch] Metamorphosen



Eine Sammlung von Mythos-Geschichten, welche von Hobbyautoren verfasst wurden. Dabei sind einige, sehr stimmungsvolle, kleine dreckige Dinger, wie z.B. das Geheimnis über die Herstellung einer besonderen Schokolade oder gleich die erste Geschichte, über einen Pfarrer, der in seiner isländischen Heimat benötigt wird. Einige Plots sind auch nette Ideenlieferanten für eine Cthulhu (Now)-Runde und somit wäre das Büchlein auch für den einen oder anderen Spielleiter sehr interessant.

Bis jetzt gefällt das Büchlein auf Grund seines doch recht frischen Hauchs ganz gut.

Montag, 1. August 2011

[Rollenspiel] "Magische" Waffen

Oder: Ist ein Schwert +1 wirklich magisch?

Klassischer Fall von magisch oder nur gut verarbeitet
Nach längerer Zeit mal wieder eine kleine Philosophiestunde. Grund für diese Überlegung liegt darin, dass ich gerade dabei bin Schatztabellen für mein Regelwerk bzw. für Cimorra zu schreiben. Dabei bin ich über den Punkt "Magische Gegenstände" wie eben magische Waffen, Rüstungen und ähnliches Zeug gestolpert und es kam bei mir so die Frage auf, was nun in diese Liste kommen soll.

Da mein Regelwerk zu gewissen Teilen auf DnD basiert, kam natürlich die Überlegung sofort auf, die altbekannten "+-Waffen" wie z.B. Bastardschwert+1, aufzuführen. Doch was bedeutet eigentlich der Plus-Bonus? Und kann man es nicht etwas schöner darstellen? Denn wenn ein Charakter ein "Bastardschwert +1" findet, klingt das nicht besonders schick, sondern es definiert nur den Bonus der Waffe für den Spieler.


Definition des Plus-Boni

Wenn nun ein Charakter eine Waffe mit einem Plus-Bonus hat, dann gehen viele davon aus, dass diese Waffe gleich "magisch" ist. Aber, ist sie das wirklich? In meinem System ist es so, dass der Plus-Bonus den Schadens- sowie auch den Trefferwert erhöht, wodurch sie leichter zu führen ist und mehr Schaden beim Gegner anrichtet. (Desweiteren gibt es noch einen Verteidigungsbonus bei Waffen, der aber gesondert aufgeführt wird). Die Tatsache, dass z.B. ein Bastardschwert +1 mehr Schaden anrichtet oder sich leichter führen lässt als seine normale Variante, heißt für mich noch lange nicht, dass sie magischer Natur ist. Sie ist vielleicht sorgfältiger oder aus besseren Materialien hergestellt worden. Aber da ist noch lange keine Magie in die Waffe eingeflossen.

Daher sehe ich das so, dass keine Waffe mit Plus-Bonus magisch ist, solange sie keine wirkliche Magie wie z.B. in Form einer Feuerklinge oder Ähnlichem besitzt. Hat z.B. ein Flammenschwert einen Plus-Bonus, dann ist es auch wirklich eine magische Plus-Waffe, aber ohne den entsprechenden Zauber ist es höchsten gut geschliffen.

Deswegen staffel ich die Waffen mit Bonus wie folgt:
+0 Normale Waffe
+1 Bessere Waffe
+2 Hochwertige Waffe
+3 Sehr hochwertige Waffe
+4 Meisterliche Waffe
+5 Legendäres Meisterstück

Dies gilt genauso auch für Rüstungen oder andere Gegenständen und genauso auch umgekehrt für Waffen mit geringerer Qualität In dem Fall gibt es halt einen entsprechenden Malus.

Also, halten wir fest: Ein Bonus, der ein Attribut einer Waffe modifiziert, ist noch lange kein Hinweis auf Magie.


Namensgebung

Nun, wie schon gesagt, klingt "Bastardschwert +1" irgendwie...primitiv und doof. Daher neige ich lieber dazu Spieler- und Charakterwissen zu trennen und diese Gegenständen lieber einen, nennen wir es, "atmosphärischen" Namen zu geben. Dabei beziehe ich mich auf die oben gelistete Tabelle.

Sicherlich klingt "Besseres" oder "Hochwertiges Bastardschwert" nicht ideal, aber definitiv und immer noch besser als "Bastardschwert +1".

Diese Methode ist jetzt natürlich settingsneutral gehalten. Je nach Setting kann die Benennung von Waffen natürlich auch mit deren Ursprungsort kombiniert werden wie z.B. cimmerisches Bastardschwert oder valkarischen Breitschwert. Dies kombiniert mit der obrigen Tabelle kann dann für solche Namen wie ein "meisterliches Bastardschwert aus Cimmeria" oder "legendäre Zwergenaxt" führen.
Besonders berühmte Waffen können auch einen Eigennamen haben, wie "Orkenspalter", "Sternenschweif", "Schicksalsklinge" oder "Geisterklinge" haben. Das heißt noch lange nicht, dass diese Waffe auch magisch sind. Sie sind wahrscheinlich lediglich nur besonders meisterliche und legendäre Einzelstücke, denen man vielleicht sogar nur magische Fähigkeiten angedichtet hat.
So könnte theoretische auch eine einfache Keule "magisch" sein, wenn man nur daran glaubt.


Wirklich magische Waffen

...brauchen nicht unbedingt einen Schadensbonus, aber es macht sie interessanter und tödlicher. Wirklich magische Waffen definieren sich durch ihre besonderen Eigenschaften. So kann ein geheiligtes Zepter zum Beispiel doppelten Schaden gegen Untote anrichten, die Klinge eines Schwerts brennt stets mit einer roten Flamme, der Kopf eines Streithammers wird von einem rüstungsbrechende Energiefeld umspielt oder die Waffe kennt sämtliche Möglichkeiten eines Angriffs und kann diese somit zu einem hohen Prozentsatz abwehren.
Ob nun die Quelle der Magie göttlich, spritistisch, außerirdisch, außerdimensional oder archeotechnologisch ist, ist ganz vom Setting abhängig.

Wichtig ist nur, dass es irgendwie plausibel sein sollte. Ein "Lendenschurz des tödlichen Speerstoßes" wäre etwas lächerlich und dämlich, während ein "Magisches Vampirzahnamulett", welches den Träger vor Vampirangriffen schützt schon wesentlich glaubhafter ist. Aber auch hier ist letztendlich wieder das Setting ausschlaggebend.

Apropos Setting...


Magische Waffen und Artefakte auf Cimorra

Im Vergleich zu einem Sword & Sorcery-Setting ala "Conan" oder BoLs "Lemuria" gibt es weit mehr magische Waffe und andere, ähnliche Artefakte. Diese stammen zu meist von den Uralten oder den Altvorderen ab und bieten teilweise recht bizarre und seltsame Funktionen. Sie gehören zum "Weird"-Faktor der Welt und basieren in gewisser Weise auf den Konzepten, wie sie bei Lovecraft, Smith oder Vance eingesetzt werden. Diese Waffen und Artefakte sind fremdartig, bizarr, seltsam und durchaus mächtig. Magische Flöten verbessern die Chancen einer Beschwörung, während Waffen, die mit einer Rune gegen die Uralten ausgestattet sind, diese und ihre Diener effektiver verletzen.
Auch Energiewaffen, gewaltige Kriegsmaschinen, Wasserstoffbomben oder Luftschiffe gehören ebenfalls dazu, denn im Grunde ist alles, was sich die Cimorrier nicht erklären können, magisch. Ob nun die Quelle wirklich magischer Natur ist oder auf eine fremdartige Technoglogie basiert, sie dahingestellt.

Insgesamt ist es auf Cimorra aber so gedacht, dass solche Waffen und Artefakte zwar bekannt sind, doch gibt es nur wenige, die wissen oder erahnen, wie man sie bedient oder sie sogar replizieren können. Daher gibt es z.B. in manchen Stadtstaaten auch Krieger, die mit Energiewaffen ausgerüstet sind, da ein Gelehrter ihre Funktionsweise erklären und sogar nachbilden konnte. Im Großen und Ganzen aber ist und bleibt die Technologie der Uralten und der Altvorderen eher selten und ist entsprechend kostspielig.

Bonuswaffen und -rüstungen sind relativ normal. Natürlich ist aber ihre Häufigkeit und ihr Preis abhängig von der Qualität. Nicht, dass jeder mit einer +5-Waffe herumrennt. Aber eine bessere oder hochwertige Waffe ist keine Seltenheit und kann auch bei einem guten Schmied erworben werden.


Magische Waffen und Artefakte auf Gaia
Gaia ist in Sachen "Magische Artefakte" eine ganz anderes Kaliber. Magie ist auf Gaia ein vollkommen normaler Umstand. So wie es bei uns Elektrizität, Gas und Atomkraft gibt, so gibt es auf Gaia eben Mana. Dementsprechend sind "magische Artefakte" auf Gaia auch sehr normal, da nahezu jede Gerätschaft magisch ist. Auf Gaia wurde Magie industiralisiert und magische Waffen und Rüstungen werden in Fabriken hergestellt und nahezu jeder trägt einen Manafokus, um die magischen Energien bündeln zu können.
"Mana-Punk" bzw. "Mana-Fantasy" ist dementsprechend ein passender Name wie im Vergleich zu "Steam-Punk" oder "Steam-Fantasy".

Allerdings gibt es auch hier eine Trennung zwischen alltäglichen Gerätschaften, Maschinen und Waffen und jenen, die aus einer Zeit stammten, als Magie noch wirklich etwas Besonderes darstellte.


Abschluss

Das dieser Gedankengang natürlich auch für Rüstungen und andere Gegenstände gültig ist, ist natürlich klar. Mir ging es hier im Grunde wirlich nur darum, wie man die leicht angestaubte Definition der Plus-Bonus-Waffen neu betrachten und verstehen kann, ohne gleich dahinter das Bild von klassischem Old-School-D&D zu sehen.